Umgang mit Wildtieren

Mit Ihren Sinnesorganen sind uns die Wildtiere bei Weitem überlegen. So kann etwa ein Hirsch einen Menschen auf 800m Entfernung wittern und allenfalls seinen Standort verändern. Wenn wir uns ruhig im Wald bewegen, kann es durchaus sein, einmal Rehe, einen Dachs oder Fuchs oder ein Rudel Gams zu sehen. Im Winter können es auch einmal ein paar Hirsche sein. Wenn uns diese bemerken und sich bedroht fühlen, werden sie die freie Fläche schnell verlassen und einen Unterschlupf suchen.

Im Mai setzen die Rehgeissen meist zwei Kitze, welche die ersten Woche allein auf der Weise verbringen und von der Mutter gesäugt werden.
Dazu eine Bitte: Wenn man auf ein einzelnes Rehkitz trifft, dieses bitte nicht berühren oder streicheln, auch wenn es noch so herzig aussieht und eine Foto im Familienalbum doch so schön wäre. Die Rehgeiss würde das Kitz sonst unter Umständen nicht mehr annehmen (wegen des menschlichen Geruchs) und das Kitz wäre zum Tod verurteilt.

In unserem Revier leben mehrere Luchse. Der Mensch steht nicht auf dem Speisezettel dieser Raubkatze, die äusserst heimlich lebt. Bei einer Begegnung wird der Luchs meist schnell die Flucht ergreifen. Unklug wäre es es aber sicher, ihm zu folgen oder allenfalls ihn in die Engezu treiben. Àhnliches gilt für den Wolf, der bereits in unserer Gegend gesichtet wurde.

Gerade zur Zeit der Rehbrunft (Juli) ist es angeraten, mit angepasster Geschwindigkeit durch waldreiche Gegenden zu fahren, um Wildunfälle zu vermeiden.

Generell sollten im Wald und am Waldrand Hunde angeleint werden. Das Reh ist ein guter Sprinter aber kein Langstreckenläufer und deshalb auf der Flucht einem Hund unterlegen. Von Hunden gerissene Rehe sind kein schöner Anblick.

Im Winter gilt es, auf den Wegen zu bleiben und die Tiere nicht zu stören. Das Nahrungsangebot ist gering und ein Flucht führt schnell zu Erschöpfung oder im schlimmsten Fall zum Tod. Gestörte, hungrige Tiere verursachen auch ein höheres Mass an Waldschäden (Schälung, Verbiss).

Die Jägerschaft wünscht ihnen einen erlebnisreichen und erholsamen Aufenthalt in unserem schönen Revier.