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Jagd Schützt und nützt

Jäger rettet Rehkitz vor dem sicheren Mähtod.
www.rehkitzrettung.ch

Die Herbstjagd beginnt

Meist ist es noch dunkel, wenn wir uns in der Jagdhütte zur Herbstjagd besammeln und oft begleiten uns Nebel und auch Regen auf dem Weg in den Wald. Der Jagdleiter veteilt die Jäger und Treiber in den entsprechenden Revierteilen und bald ist das Bellen der Hunde, oder deren „Geläut“ wie wir sagen zu hören.

Nach den Sommermonaten, in denen wir Jäger meist allein auf der Pirsch sind, jagen wir ab dem 1.Oktober nun gemeinsam an den Samstagen in unserem weitläufigen Revier, um den uns vom Kanton vorgegeben Abschuss zu erreichen. Nach vielen Stunden des Wartens und Stehens im Wald, des Treibens durch Tobel und durch Brombeerhecken, wird am Schluss des Jagdtages die Strecke mit Jagdhörnern verblasen und das „Halali“ ertönt. Abends klingt der Jagdtag am Feuer oder einem Wirtshaus in froher Runde aus.

 Triopane an der Strasse signalisieren, dass vermehrt auch einmal mit einem Jagdhund oder einem hochflüchtigen Reh im entsprechenden Revierteil zu rechnen ist.

Auch kann es sein, dass sie im Wald auf Jäger oder Treiber treffen, wobei wir uns selten direkt an den Wanderwegen aufhalten.

Wenn sie jemandem begegnen und Fragen an uns haben, so zögern Sie nicht, diese zu stellen, wir geben Ihnen gerne Antwort.

 

Jagdarten

Als Jäger unterscheiden wir verschiedene Arten, wie die Jagd in unserem Revier ausgeübt wird. Dies stets nach den gesetzlichen Vorschriften.

Einzeljagd

Vor allem im Frühjahr und Sommer sind Jäger meist allein auf Pirsch und Ansitz anzutreffen. In oft langen Stunden am Ansitz hofft der Jäger auf das Tier, in unserem Revier meist das Reh, die Gams oder das Rotwild. Gejagt wird auf der Einzeljagd mit einer Büchse mit Kugelmunition.

Gemeinschaftsjagd

Ab dem 1. Oktober steht die Gemeinschaftsjagd, auch „laute Jagd“ genannt, im Vordergrund. Zusammen mit Treibern und Jagdhunden werden einzelne Revierteile durchstöbert und bejagt. Dabei kommen mit Flinten mit Schrotmunition zum Einsatz. Der gemeinsame Aser (Mittag – oder Abendessen) gehört dabei fest dazu.

Fallenjagd

Wenn ein zum Beispiel ein Marder beginnt, auf einem Bauernhof Schaden anzurichten, kann in Absprache mit der kantonalen Wildhut eine Kastenfalle vom Jäger oder Wildhüter gestellt werden. Das gefangene Tier wird anschliessend in die Freiheit entlassen.

Baujagd

Mit speziell ausgebildeten Bauhunden werden Füchse aus ihrem Bau getrieben und bejagt. Diese Jagdart wird in unserem Revier momentan nur selten ausgeübt.

Beizjagd

Mit einem ausgebildeten Beizvogel (Habicht, Falke) wird auf Krähen gejagt. Diese revierübergreifende Jagd wird bei uns nicht ausgeübt.

Wenn Sie unterwegs im Wald oder am Waldrand auf einen Jäger treffen und etwas zu unserer Passion wissen wollen, dann sprechen Sie uns an: Wir geben gerne Auskunft.

Wildschweinjagd

Wildschweinjagd

Sensation im Neckertal: Wildschweinjagd in Brunnadern am 24. November 1947
Zu lesen in der Zeitungsausgabe „Der Toggenburger“ vom 24.11.1947:
Letzten Samstagnachmittag um 15.30 Uhr ging der Alarm durchs Dorf, dass ein Wildschwein vom nahen Tössberg her über den Necker geschwommen sei und sich den Weg Richtung Neutoggenburg suche. Das Tier muss, wie man festgestellt hat, in der Gegend, wo es hergekommen ist, von Hunden gejagt und auch bereits schon durch einen Schuss leicht verwundet gewesen sein.
Unsern bewährten Schützen, Herrn Anton Falk, im Dorf ist es gelungen, das Tier zur Strecke zu bringen. Laut bezirksamtlichem Bescheid kann die Jägerschaft von Brunnadern über die Beute verfügen. Der noch etwas jüngere Eber im Gewicht von ca. 60 kg wurde in die Dorfmetzgerei gebracht, um nach Weidmannsart die inneren Teile aus dem Körper zu beseitigen. Stattdessen hat der besorgte Metzger dem Schwein auch gleich das Fell über die Ohren gezogen, so dass die geschundene Beute für die Leute, die gerne ein Wildschwein gesehen hätten, nun wertlos geworden ist. Dessen ungeachtet kann sich Herr Falk rühmen, wohl der erste Schütze im ganzen Tale zu sein, der ein Wildschein erlegt hat.